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Kälte-Klima-Wärme:

Wir legen Wert auf technisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen

Doufas Kältetechnik Schweiz AG
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Bertschi Bäckerei Kloten Drucken

Bericht im Tages-Anzeiger "Zürcher Unterland" vom 31. Juli 2009

 

 Kälte und frische Luft sorgen für gute Brötli 

Die Winkler Firma Doufas hat sich auf Kälte- und Belüftungstechnik spezialisiert. Von deren Knowhow profitiert nun die Klotener Bäckerei Bertschi.

Kloten/Winkel. – Beim Betreten des Fabrikladens wähnt man sich in einer kleinen Dorfbäckerei. Es duftet gut, die Bedienung ist herzlich. Öffnet man aber die Tür hinter der Theke tut sich dem Besucher eine neue Welt auf. In einem riesigen Raum arbeiten dutzende Männer und Frauen zwischen Gestellen, Backwaren und Öfen. «80 auf 40 Meter sind das», sagt Christian Hertig, Geschäftsleiter der Bäckerei Bertschi stolz. Seit Mitte März werden im neu erstellten Gebäude in Kloten Backwaren aller Art produziert. Ein Drittel der Investitionen floss allein in die Haustechnik. Davon gingen wiederum vier bis fünf Millionen Franken an die Belüftungs- und Kältetechnik.

Wirft man einen Blick an die Decke sieht man auch warum. Diese ist regelrecht bedeckt mit ineinanderverwobenen Rohren und grossen Platten. Letztere bedecken rund einen Drittel der gesamten Decke und strömen ununterbrochen Luft aus. Die transportierten Luftmassen sind so gross, dass es einer überdimensionierten Anlage auf dem Dach bedarf, die die Zu-, Ab- und Umluft regelt. Die Luft wird dabei auf 25 Grad temperiert und gefiltert. Dieses System dient nicht nur der Lufterfrischung, sondern drückt auch den Mehlstaub an den Boden. Der feine Staub kann zu Problemen bei der Atmung führen. «Das schafft problematische Arbeitsbedingungen und beeinträchtigt die Gesundheit der Angestellten. Mit dieser Belüftung investieren wir deshalb auch in unsere Zukunft», erklärt Hertig.

Ein hochkomplexes System

«Die Luft ist sogar fast besser als draussen», sagt Panos Doufas, Geschäftsinhaber der gleichnamigen Kältetechnik-Firma aus Winkel, welche sich für die Installation und die Wartung der gesamten Belüftungs- und Kälteanlagen verantwortlich zeichnet. Zwei seiner Leute – der bauleitende Monteur Erich Buttauer und Servicemonteur Mike Hoyer – arbeiten täglich an der Feinjustierung und dem sauberen Betrieb des hochkomplexen Systems, das nicht nur die Belüftung, sondern auch die Temperierung aller Kälteräume regelt.

Das Herz der gesamten Anlage liegt in einem engen Raum im Erdgeschoss. Hier, zwischen Rohren, Anzeigen und Maschinen und unter ohrenbetäubendem Lärm, fühlen sich Buttauer und Hoyer schon fast wie zu Hause. In drei auf einander abgestimmten Generatoren wird hier die Kälte erzeugt. Zwei arbeiten mit Ammoniak, einer mit CO2. Die Kühlmittel verlassen den Raum nicht, sondern bleiben in den Generatoren. «So wird verhindert, dass die Stoffe im Betrieb austreten und grosse Schäden anrichten», erklärt Mike Hoyer. Die Kälte wird in einen Kreislauf gespeist, der sie mittels Glykol in die Kühler, der insgesamt drei Kühlräume transportiert.

Der Gang durch diese Kühlräume gestaltet sich zu Beginn noch angenehm. Der erste hat eine Temperatur von 5 Grad und ist gefüllt mit Gestellen von präparierten Backwaren, die auf den Ofen warten. Im zweiten sind es dann schon Minus 20 Grad, man spürt, wie die Konzentration schwindet. Zuletzt präsentiert Bertschi-Geschäftsführer Christian Hertig noch den Schockkühlraum, in welchem Minus 35 Grad vorherrschen. Nun ist es definitiv kaum mehr zum Aushalten.

Entzogene Wärme wieder verwenden

Panos Doufas scheint die Kälte dagegen nicht viel auszumachen. Er ist sichtlich stolz auf die Arbeit, die sein Team hier in den letzten Monaten geleistet hat. Dass die Unternehmer immer mehr auf energetisch sparsame Modelle setzen, kommt ihm entgegen, denn Doufas arbeitet mit Wärmerückgewinnungssystemen. So auch bei der Bäckerei Bertschi in Kloten, wo die beim Kühlen entzogene Wärme in Energie umgewandelt wird. «Letztlich braucht es aber verantwortungsvolle Unternehmer, die sich eine solche Anlage leisten wollen», betont er und lässt Bertschi-Chef Christian Hertig dabei schon fast ein wenig rot werden.